Wie Hunde und Katzen unsere mentale und körperliche Fitness fördern

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Im Internet. Katzenfotos, Hundevideos, der lustige Pinguin, der Bär der steppt. Wir lieben Tiere. Und das aus gutem Grund. Sie machen Spaß, sind treue Weggefährten und geben vielen Menschen Sinn.

Positive physische Effekte

In zahlreichen Untersuchungen wird nachgewiesen, dass Haustiere uns körperlich gesünder machen. Das Gassigehen mit dem Hund ist der eindeutigste Beweis. Die tägliche Gehzeit von Menschen ohne Hund liegt durchschnittlich deutlich unter der von HundebesitzerInnen. Logisch. Hunde müssen vor die Tür und nicht nur um ihr Geschäft zu erledigen. Hunde brauchen Bewegung und Spiel bei jedem Wetter. Daher sieht man an Regentagen meist nur HundebesitzerInnen im Park oder beim Waldspaziergang. Jeden Tag. Egal wie dreckig und kalt es ist. Und genau das ist das Befriedigende, dass Mensch trotz widrigster Bedingungen an die frische Luft geht, aus Liebe zum Hund.

Studien zeigen auch, dass Tiere und die Bewegung mit ihnen positive Auswirkungen auf den Blutkreislauf haben.

In „Pet Ownership and Cardiovascular Risk: A Scientific Statement From the American Heart Association“ finden sich folgende Ergebnisse.

In einer Studie an 1.179 Männern und Frauen zwischen 50-95 Jahren wurden die Auswirkungen des Tierbesitzes auf den Blutdruck untersucht. Das Ergebnis zeigte, dass TierbesitzerInnen einen niedrigeren systolischen Blutdruckwert hatten, ihr Blutdruck war generell niedriger und sie hatten ein geringeres Risiko unter Bluthochdruck zu leiden.1

Mentale Fitness hilft gegen Stress

Eine weitere Studie mit 240 verheirateten Paaren von denen die Hälfte ein Haustier besaß (Katze oder Hund) ergab, dass relativ zu Menschen ohne Haustiere, die TierbesitzerInnen einen niedrigeren Anstieg der Herzfrequenz bei mentalem und physischen Stress aufwiesen. Sie erholten sich auch schneller vom Stress als die Menschen ohne Haustier.2

Das zeigt, dass Menschen nicht nur physisch, sondern auch mental von Haustieren profitieren. Ein Haustier hilft vom Stress runterzukommen.

Für Alleinstehende sind Haustiere besonders wichtig. Man fühlt sich verantwortlich für das Tier und hat eine Aufgabe. Tiere haben ja auch einen Rhythmus von Schlafen, Fressen, Bewegung und eigene Bedürfnisse. Mit einem Hund muss man täglich mehrmals vor die Tür, die Katze muss zum Tierarzt, das Katzenklo will gesäubert werden, Essen bereitgestellt. Daruch entsteht eine Tagesroutine. Manche Menschen haben nur diese eine Struktur.

Beim Gassigehen kommt man viel einfacher mit anderen Menschen ins Gespräch als ohne Hund. Hunde bieten immer ein Gesprächsthema (hoffentlich positiv ;-)) TierbesitzerInnen sind oft glücklicher. Allein die bloße Anwesenheit oder das Berühren eines Tieres wirkt sich auf Menschen aus.

Das sieht man hier sehr deutlich. Die alte Dame liegt im Bett und bekommt Besuch von einem Hund. Ihre Gesichtszüge verändern sich. Sie ist neugierig. Plötzlich spricht und lacht die Dame. Hier braucht es keine wissenschaftlichen Erklärungen – das ist eindeutig.

Quellen:
1: (Wright JD, Kritz-Silverstein D, Morton DJ, Wingard DL, Barrett-Connor E. Pet ownership and blood pressure in old age. Epidemiology. 2007;18:613–618.)
2: (Allen K, Blascovich J, Mendes WB. Cardiovascular reactivity and the presence of pets, friends, and spouses: the truth about cats and dogs. Psychosom Med. 2002;64:727–739.)

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